Ein Brief an meinen Blog

Mein geliebter Blog,

solange warst du mir eine zweite Heimat, ein Ort meiner Gedanken, ein Tor in die Außenwelt und eine Möglichkeit Bilder und Worte zu teilen. Und immer mehr bist du mir entglitten, hast dich mir entfremdet – oder ich dir? – und ich traute mich gar nicht mehr hierher zu kommen. Hab ich dich im Stich gelassen? oder mir einfach nur Zeit genommen, um mich selbst zu nähren mit Eindrücken und Erfahrungen, um sie dann in Ruhe hier wieder festzuhalten.

Die Fotografie hab ich bewusst zur Seite legen müssen, die Uni macht sich breit und alles zusammen, das geht leider nicht. Drum hab ich mir ein Rendezvous mit meiner Kamera ausgemacht. Ab Ende Juni, da werden wir wieder untrennbar sein und bis dahin versuche ich das Kribbeln, den Flow und alles andere zu zähmen, um der Leidenschaft mit offenen Armen entgegen laufen zu können, sobald wieder Zeit ist.

Warum schreib ich dann heute? Und warum trau ich mir gar ein Bild zu posten? Ich hab mir eine Auszeit gegönnt dieses Wochenende. Die Woche auf der Uni war tough und ich bin ausgelaugt und gleichsam stolz und fühl mich stark, dass ich alles so gut gemeistert habe und sich mir keine Hürde in den Weg gestellt hat.

Das Leben mit Migräne macht es nicht einfacher, schon gar nicht, wenn es mich wöchentlich oder gar mal täglich trifft. Aber momentan ist es gut. Ich erlaube mir eine Brücke, zumindest bis der Stress nachlässt. Der Stress, auch wenn er offensichtlich nicht da ist, ist er doch stets ein Begleiter. Oder soll ich lieber sagen… die Angst. Die Angst, die mich schon vor so vielem abgehalten hat. Die Uni, den Projekten, dem Podcast-Interview oder das Shooting, auf das ich solange hingefiebert habe. Es ist entweder das eine oder das andere. Und diese Wochen, die ich gesund bin und entspannt, die hab ich selten und darum will ich sie nun feiern. Wie ich das letzte Monat so tapfer und so fit durchgehalten habe. Und ich bin überzeugt, so wird es jetzt immer weiter gehen. Und natürlich bergauf.

Ich erkenne all die Ideen, die Projekte und die Moodboards, während mir noch tausend Kleinigkeiten die Sicht erschweren, doch nicht mehr lange und ich kehre zurück, mit vollster Überzeugung und ich freu mich so sehr, dass ich es nicht in Worte fassen kann – alles, das jetzt kommt, es wird immer schöner, auch wenn ich es manchmal nicht mehr glauben wollte.

Liebster Blog, Danke für’s Warten. Liebste Kamera, Danke für die Geduld. Und liebe Leser*innen und Betrachter*innen, Danke für’s Dasein. Ich bin bald zurück und werde etwas mitbringen, das ich mit euch Teilen will.

Bald, schon bald. Bis bald.

Alles Liebste,

Saskia


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